Starkoch gab sich die Ehre (klicken Sie um den orginal Artikel zu lesen)

Alfons Schuhbeck war im Kolpinghaus und alle wollten ihn sehen
So schnell ist eine Veranstaltung wohl selten ausverkauft. Denn der Repräsentant am Fernsehherd ist – vor allem in Bayern – der abso lute Magnet unter den Kochlöffel- schwingern. Und in einem Punkt hat er sich den Spitzenplatz erobert: Wenn es um Gewürze, deren Geschmack und gesundheitliche Wirkstoffe geht, läuft ihm so leicht keiner den Rang ab.
Und dass in Waging im See seine Karriere startete, neben seinen Kochkünsten auch geschäftstüchtig ist, sei ihm gegönnt.

Nach Regensburg und damit zum quirligen Kolpinghaus-Manager MartinSeitel
kam er auf Vermittlung von Buchautor Helmut Kilian, den viele sicher noch vom Gourmet zum Gourmand mutiert zu sein, wird man mit seiner Leibesfülle konfrontiert. Bereits ab 19 Uhr drängten sich die gut 220 Gäste im Freigelände des Kolpinghauses und ließen sich die Muntermacher schmecken. Zum Empfang spielte die Band Lost in aBar mit der hervorragenden Sängerin Ulrike Niedermeier.
Anschließend strömten die Gäste zu ihren reservierten Tischen, studierten die Speisenfolge und die Weinkarte.Inzwischen hatte das perfekte Team des Kolpinghauses nach den Schuhbeck-Rezepten gewaren aus dem Haus Sternekochs dabei. Endlich, gegen 20.45 Uhr, kam der Gewürzpapst, den zuächst Helmut Kilian begeistert präsentierte. Und nun – er. Mikrofonprofi Alfons Schuhbeck plauderte wie gewohnt charmant über die gute Küche und die feinen Kombinationen bei der Würze, vor allem über die wohltuende Wirkung von Ingwer, der im Zuammenspiel mit Knoblauch für absolute Bekömmlichkeit sorgt.
Der Gourmetabend wurde auch musikalisch umrahmt. Abwechselnd musizierten Trio Salato und die Schwarz buam aus Wolfsegg.
Das Menü unter dem Motto „Ra- tisbona buono – Schubecks kulinarisch Reise von Rom nach Re- gensburg" darf nicht wörtlich genommen werden und erwies dem Jet-Zeitalter seine Reverenz. Start machte die Regensburger Bratwurts im Zwiebelsud, die zum Mittelmeer führten: Gebratener Seewolf und Gambas auf einer Scheibe Gemüsesulze, gar niert mit Artischockenstroh. Nun folgte ein „Nudelgangerl" à la Schuhbeck mit Gemüse und Parmesan, leicht aufgeschäumt.

Zum Fleischgang, es war inzwi- schen gegen halb elf hatte sich der Maestro verabschiedet. Die Res- taurants in München harrten seiner. Serviert wurde Ochenschulter mit Schalottensoße an Vanillege- müse und Brezenknödel. Als Krö- nung das Dessert: Geeister Kaiserschmarrn mit Beerenragout und Kardamomsahne.

Ein dickes Lob gebührt nicht nur der Küchenmannschaft von Mar tin Seitel, auch der Service war perfekt und vor allem freundlich, den ausschließlich das Kolpinghaus-Team und davon die Hälfte Aus zubildende.
Die vielfach gerühmte Lehrstätte hatte ihrem Ruf wieder alle Ehre gemacht.

Von Julika Hanekker

 

 

 


 

 

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